![]() |
| Ring |
Wir sind zwei Künstlerinnen, die eines windigen Tages beschlossen haben Schmuckstücke, Skulpturen, Schalen, Gürtel, Mobile und Objekte aus Emaille zu kreieren.
Diese alte Kunst des Feuers hat uns unglaublich fasziniert und begeistert uns jeden Tag aufs Neue, denn nach 10 Jahren der Arbeit und Kollaboration hört sie nie auf uns zu überraschen.
Unsere Werke sind alle Unikate, die in reiner Handarbeit erschaffen werden.
15.09.2013
14.09.2013
Die drei Grazien
![]() |
| Skulptur |
Anne Bernot von Zémo*
Grazien haben
ihren Ursprung in der griechischen
Mythologie in welcher sie "Chariten"genannt werden. Sie verkörperten das Leben und insbesondere Verführung, Schönheit, Natur, menschliche Kreativität
und Fruchtbarkeit.
Laut dem Poeten Hesiode, der ihre Anzahl
auf drei junge Frauen festlegte, sind sie die Töchter des Zeus und der Eunomie:
Euphorysne verkörpert die absolute Freude, Thalia steht für Fülle und
Wohlstand, Aglae ist die absolute Schönheit, der Glanz. Oft wurden sie als
Begleiterinnen der Schönheitsgöttin Venus dargestellt, die Ihnen ihre Reize verdankte.
Erst die römische
Kultur, die das Bild der drei Göttinnen übernahm, gab ihnen den Namen "Grazien".
In der Malerei
und der bildenden Kunst sind die drei Grazien ein beliebtes Thema, so dass man
viele Darstellungen des tanzenden oder sich berührenden Frauentrios finden
kann. Zu den berühmtesten Werken zählen unter anderem jene von Sandro
Botticelli „Der Frühling“ (1482), Raphael „Die drei Grazien“ (1505), Lucas Cranach
der Ältere „Die drei Grazien“ (1531), Rubens „Die drei Grazien“ (1639). Weniger
bekannt ist die jüngere Umsetzung des Themas von Salvador Dali „Verzauberter
Strand mit drei flüssigen Grazien“ aus dem Jahr 1938.
Augenscheinlich inspirieren die drei Grazien bis heute, da sie auch im Atelier Zémo* ihre
Spuren hinterlassen haben…
13.09.2013
10.09.2013
Das Liebespaar
09.09.2013
08.09.2013
Herbst
![]() |
| Collier |
Ein kühler Hauch am Morgen und am Abend ist sein Bote:
Die Tage werden kürzer lassen Platz für lange Abende und
Nächte im Kreise unserer Liebsten.
Die Natur beginnt ihre Transformation, bald
wird sie sich in warmen Rottönen von uns verabschieden um in ihren verdienten
Winterschlaf zu fallen.
Eine schöne neue Saison steht uns
bevor, eine Zeit der Konzentration auf uns selbst, eine gute Tasse Tee, ein
spannendes Buch…der Herbst in all seiner Pracht.
07.09.2013
Die Meerjungfrau
| Skulptur, 1m |
Die
Meerjungfrauen wurden bei den Griechen als „Vogelkörper mit Frauenkopf und
niemals als Fischkörper dargestellt, wie es in den nordischen Mythen der Fall
ist“. Allerdings ist zu bemerken, dass sich bei Homer keine Erwähnung einer
Vogelfrau findet. Der Text suggeriert sogar, dass er normale Frauen beschreibt,
die sich an der Küste aufhalten. Das Zwitterwesen der Meerjungfrauen - halb
Frau, halb Vogel – wird von der Mythologie durch eine Bestrafung erklärt, die
sie mit der höllischen Unterwelt verbindet. Auf den Grabstätten wurden sie als zur
Leier singende Göttinnen dargestellt, die vermutlich erotische Intentionen
gegenüber dem verstorbenen Helden hegten.
Mittelalterliche
Tiergeschichten beschreiben die Meerjungfrauen als Frauen „vom Kopf bis zum
Oberschenkel“ und „von dort bis nach unten mit Krallen und Flügeln“, was eine
Vermischung von Elementen aus der griechischen und germanischen Mythologie
bedeutet. Sie sind der Nachwelt in Bildern überliefert, die in Säulen,
Grabstätten und romanischen Kirchen zu finden sind. Sie personifizieren dort
den Tod, genau wie im Alten Ägypten, wo man sie im Moment des Todes anrief.
Es gibt einige
Überresten von Vasen, die die Abenteuer des Odysseus darstellen: Auf jenen, die
vor dem III. Jhd. v. Chr. entstanden sind, erscheinen die Meerjungfrauen als
Vögel mit Frauenköpfen. Später bekommen sie Arme, eine menschliche Brust,
vielleicht rein ästhetische Attribute, auch wenn sie als zusätzliche Verführungselemente
verstanden werden können, denn von nun an spielen die abgebildeten
Meerjungfrauen Instrumente wie Flöte oder Zither.
Auf diese Art und Weise vermenschlichen
sich die Meerjungfrauen im Laufe der Antike, um sich schließlich bei den Römern
und Etruskern in geflügelte Frauen zu verwandeln, wie es das wunderschöne
Mosaik mit der Darstellung des Schiffes von Odysseus bezeugt, welches in Dougga,
gefunden wurde.
Im VIII. Jahrhundert beschreibt sie der
englische Mönch Adhelm von Sherborne als Jungfrauen mit schuppenbedeckten
Fischschwänzen.
Diese beiden Darstellungen koexistieren
bis ins XV. Jahrhundert hinein, in welchem die fliegenden Meerjungfrauen
endgültig ihren Platz an eine schöne Frau mit langem Haar und Fischschwanz lassen. Zu dieser Zeit beschreibt
der deutsche Botaniker Johann Wonnecke von Kaub ihr Leben in den abgründigen
Tiefen des Meeres. „Man trifft sie oft in den Meeren und manchmal in Flüssen an“,
schreibt seinerseits der flämische Schriftsteller Jakob Van Maerlant.
In der
griechischen Mythologie hingegen, bewohnen diese Dämonen eine Insel in der Nähe
der Insel der Zauberin Kirke. Den Meerjungfrauen haftet der traurige Ruf an,
Männer zu verschlingen, nachdem sie diese mit ihren melodiösen Gesängen und
ihren verführerischen Körpern angezogen haben. Die furchterregenden
Verführerinnen können sogar einfache junge Frauen ohne Fischschwanz sein, die
im Meer leben.
Die moderne Legenden
um die Meerjungfrau, geschaffen vom dänischen Schriftsteller Hans ChristianAndersen im Jahr 1835, schlägt weiterhin große Wellen: Sie ist nicht mehr die
schreckliche Verführerin, sondern eine romantische Heldin, die die Liebe sucht –
wie Undine, die ihre Seele an denjenigen Mann verschenkt, der sie heiratet. Der
Zeichentrickfilm „Arielle, die Meerjungfrau“ von Walt Disney (1989) verbindet schließlich Elemente aus der Volkskultur und
Andersens Märchen.
06.09.2013
Meine wunderbaren Trophäen
Sandstein,
Kupfer, Emaille
Satan: In meinem
Atelier mit dem Schraubenzieher erlegt im September 2003.
Medusa : Geschenk
meines heldenhaften Freundes Perseus, der sie vor langer Zeit mithilfe eines
Spiegels getötet hat.
Zyklop: Aufgefunden
hinter dem Bücherregal meines Sohnes - tot und vertrocknet wie ein alter Apfel –
anlässlich des Frühjahrsputzes im April 2012.
Die Tiere wurden
in der Tiefkühltruhe konserviert und anlässlich der Ausstellung „Fabuleux
bestiaire – Wunderbare Tiergeschichten“ - organisiert vom Verein „Révélateur“ im Juni 2013 in der „Maison
Revel“ in Pantin - ausgestellt.
Anne Bernot von
Zémo*
Die alte Kunst der Emailleherstellung
Als Trägermaterial der Emaille
dient immer ein Metall: Kupfer, Gold, Silber oder Bronze.
Das Objekt (Schmuckstück,
Gemälde…) kann transparent oder deckend emailliert werden.
Im Falle der
transparenten Emaillierung ist das Trägermetall sichtbar.
Die rohe Emaille, in Form von mit
metallischen Oxyden gefärbtem Kristall muss zunächst in einem Mörser aus Achat
zermahlen werden. Wenn die gewünschte Körnung erreicht ist wird die Emaille
zwanzig bis vierzig Mal gewaschen um eine perfekte Reinheit zu erzielen.
Die Emaille wird mit einem feinen
Pinsel aufgetragen und mithilfe eines Bindemittels appliziert. Das Objekt wird
im Ofen gebrannt, bei Temperaturen zwischen 750 und 910 Grad, je nach
Komposition und dem gewünschten Effekt.
In wenigen Augenblicken glaciert die
Emaille. Aus dem glanzlosen Puder sind strahlende Farben geboren.
Die Verwandlung hat
stattgefunden.
Abonnieren
Posts (Atom)









